Wertungsspiel Burladingen 2016

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"Durchschlafen" - der einzige Wunsch von Dirigent Markus Best. Jedenfalls seit der Notenbekanntgabe. Die genaue Punktzahl ging im Jubel der Musiker aus Endingen unter. Kaum verkündete Joachim Mager das "sehr gute" Ergebnis gab es kein Halten mehr. Sie hatten die Note gehalten. Innerhalb eines Jahres von der Mittelstufe in die Oberstufe zu wechseln und die Note zu halten ist eine bemerkenswerte Leistung. Vor allem wenn man die Musikeranzahl von 22 Personen liest. Als kleinster angetretener Verein gehen die Endinger mit einem Glücksgefühl in die Sommerpause.
 
Lange durfte sich Dirigent Best Fragen anhören, warum er sich solch eine kleine Kapelle antut. So ein kleiner Haufen. Er könne doch ganz andere haben und dirigieren. "Das mag schon stimmen, aber die Herausforderung hat mir schon immer gefallen." Best hat nie daran gezweifelt, dass sie es schaffen können. Seit 3 Jahren ist er nun in Endingen und hält den Taktstock fest in der Hand. Das veränderte Musikgenre hatte zu Beginn außerhalb des Vereins einige Zweifler. Doch mit guter Stückauswahl, viel Spaß und vor allem viel Herzblut hat er es geschafft zusammen mit seinen Musikern etwas Neues aufzubauen. Nachdem sie sich bereits letztes Jahr in der Mittelstufe den Wertungsrichtern in einem Nachbarsverband in Grafenberg stellten, war es klar auch 2016 wieder anzutreten. Als der Vorsitzende des Kreisverband Zollernalb Heiko-Peter Melle auch hier einen Unterhaltungswettbewerb ausrief. "Wir wollen eine weitere Blasmusik-Richtung vorantreiben. Nicht nur klassisch und konzertant, auch unterhaltsam." Darüber sind sich der erste Vorsitzende Schröder und sein Dirigent Best einig.
 
Die letzten Wochen waren also bestimmt von Proben und, auf Seite des mehr als nervösen Dirigenten, von unruhigem Schlaf. Mit 22 Musikern in der Oberstufe anzutreten ist mutig. Das war allen auch schon vor der Aussage der Jury bewusst. Aber man arbeitet halt mit dem was man hat. Wie überall. Viele Aushilfen wollten die Musiker nicht. Man wollte es alleine schaffen. 21 Vereinseigene Musiker und eine Saxophonistin zur Unterstützung. Als sie auf der Bühne Platz genommen hatten, war bereits optisch zu sehen, dass hier keine klassische Blaskapelle mehr auf der Bühne sitzt. Keine Uniform, keine klassische Sitzordnung. Alles ein bisschen anders. "So sind wir eben, ein bisschen anders." Schröder ist stolz auf seine Truppe. Natürlich hadert man mit sich nach der Darbietung. Diskutiert jede einzelne Stelle aus. Aber ein "sehr gut" wünschen sich alle. Sie glauben. Sie hoffen. Da es leider keine offene Wertung im Unterhaltungsteil gab, mussten auch die drei teilnehmenden Kapellen Melchingen, Ostdorf und Endingen auf die Verkündung am nächsten Tag im Zelt warten. Kein Wunder also, dass sich die Endinger nach über 28 Stunden warten über 82,2 Punkte und den sehr guten Erfolg tierisch freuen. Dirigent und Vorsitzender nehmen die Glückwünsche und Urkunde mit einem Dauergrinsen auf dem Gesicht entgegen. Markus Best freut sich auf die kommende Nacht, endlich kann er durchschlafen. Denn sie haben es zusammen geschafft. Jetzt hat er seine eigene Oberstufenkapelle.

 

 

 

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